Corona und Zukunft

Ihre Vorbereitung auf "die Zeit danach"

"Die Zeit danach"

„Die Zeit danach“ beginnt am 20. April – aber längst nicht für alle Unternehmen. Und wie lange „die Zeit danach“ dauern wird – das kann heute kein Unternehmen wirklich verlässlich einschätzen. Neben der zeitlichen Dimension gibt es auch eine inhaltliche Dimension: Wie wird „die Zeit danach“ aussehen? Alles so wie vorher? Bestimmt nicht. Doch was genau wird sich verändern?

Für viele Unternehmen wird sich sehr viel verändern. Auch wenn wir alle Veränderungen noch lange nicht einschätzen können – wir sollten diese Veränderungen unternehmerisch mitgestalten! Einige Themenbereiche sollten dabei besonders im Mittelpunkt stehen. Dabei geht es mir an dieser Stelle nicht um die jetzt zu ergreifenden technischen Maßnahmen, um corona-angepasst wieder öffnen und/oder weiter arbeiten zu können. Sondern es geht mir um Aspekte, die das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens betreffen. .

Ihre Kunden verändern sich

Corona hat Kundenverhalten bereits beeinflusst und verändern. Und das wird sich auch nach Wiedereröffnung und weiterer Normalisierung fortsetzen. Denken Sie an

•  veränderte Bedürfnisse und damit verändertes Nachfrageverhalten,
•  veränderte Zugangs-, Vertriebswege,
•  veränderte Kommunikationswege und –verhalten,
•  veränderte Service-Erwartungen,
•  . . .

Vielleicht fallen ganze Kundensegmente weg und / oder es kommen neue hinzu.

Kundenanalyse ist daher mit Blick auf die Zukunft besonders wichtig: Schauen Sie sich dazu die Seite „Corona und Kunden“ (nochmals) an und übertragen Sie die dort angesprochenen Themen auf die Nach-Corona-Zeit. Zur Kundenanalyse finden Sie dort weitere Impulse im Abschnitt „Weitere Praxistipps“.

Verändern Sie Ihr Angebot!?

Der Blick auf Ihre Kunden sollte begleitet sein von einem Blick auf Ihr Angebotsseite:

•  Werden die von Ihnen heute Ihren Kunden angebotenen Produkte und Dienstleistungen in der der „Zeit nach Corona“ noch in dergleichen Weise nachgefragt werden?
•  Welche Veränderungen in Ihrem Angebot könnten für Ihre bisherigen und ggf. neuen Kunden besonders interessant sein?
•  Welche Veränderungen könnten aus interner Unternehmenssicht wichtig sein (Deckungsbeiträge, Abläufe, . . .)?
•  . . .

Auch hier der Hinweis auf Kapitel „02. Marktbearbeitung“ auf Methoden für KMU.

Verändern Sie Ihre Prozesse und Abläufe weiter

Corona hat uns viele neue Abläufe und Prozesse beschert. Aus der Not der Situation heraus haben Unternehmen Homeoffice eingeführt, halten Videokonferenzen ab, bauen Lieferservice auf, kommunizieren über neue Medien und Wege mit den Kunden, verändern Abläufe dramatisch, . . .

Welche dieser neuen Wege wollen (und müssen) Sie in „die Zeit danach“ mitnehmen? Und wie wollen Sie diese dabei „verfeinern“, ausbauen, sicherer machen, . . .

Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter*innen mit

Mitarbeiterführung ist schon immer eine der vornehmsten Chefaufgaben gewesen. In Krisenzeiten gilt dies umso mehr. Und in Nach-Krisen-Zeiten auch. Was haben Sie in den letzten Wochen im Kontakt mit Ihren Mitarbeiter*innen anders gemacht als „davor“? Was davon möchten Sie beibehalten und ausbauen? Was ist nicht so gut gelaufen, wie könnten Sie es verbessern?

Der weitere Weg – siehe die Themen oben – wird anspruchsvoll bleiben. Diesen Weg werden Sie nur mit guter Mitarbeiterführung erfolgreich gehen – und mit den „richtigen“ Mitarbeiter*innen an den richtigen Aufgaben. Schauen Sie dazu (nochmals) auf das Thema „Corona und Mitarbeiter*innen“: Entwickeln Sie aus den Fragen oben und den dort angesprochenen Aspekten Ihre weiteren Wege und Schwerpunkte im Umgang mit Ihrer Mannschaft.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Chefaufgaben

Die hier angesprochenen Themen werden Sie neben dem derzeit ohnehin besonders anspruchsvollen Tagesgeschäft in Angriff nehmen wollen und müssen. Eine Konzentration und ein klar formulierter Aktivitätenplan ist daher besonders wichtig. Hinweise dazu finden Sie auf der Seite „Corona und Chefaufgaben“ und im KMU-Chefaufgaben-Check. Das heißt auch: Delegieren Sie die Aufgaben im Tagesgeschäft soweit wie möglich.

Ganz wichtig: Halten Sie alles was Ihnen dazu wann auch immer durch den Kopf geht kurz in einem Stichwort fest – egal mit welchem Medium. Und rufen Sie diese Stichwortsammlung regelmäßig auf (zum Beispiel einmal in der Woche) und übernehmen Sie wichtige Aspekte in die weitere Arbeit mit den oben genannten Themen. Am besten machen das Ihre Mitarbeiter*innen auch so – nutzen Sie deren anders gestrickte Blickwinkel! Und vergessen Sie auch nicht den Austausch mit anderen Unternehmer*innen – auch eine Chefaufgabe.

Weitere Praxistipps zu "Corona und . . ."

Weitere Praxistipps zu "Corona und . . ." finden Sie auf www.corona-krise.cd-sander.de - u.a. "Corona und Liquidität: Die ersten drei Schritte", "Corona und Kunden: Kontakt halten ist das Gebot der Stunde", "Corona und Mitarbeitende: Worauf es jetzt ankommt", "Corona und Chefaufgaben: Ihre Prioritäten jetzt". Außerdem finden Sie dort mein Beratungsangebot.

Speziell für Steuer- und Unternehmensberater

"Corona-Krise: Wie Sie Ihre Mandanten jetzt unterstützen können" Beitrag in „NWB-Betriebswirtschaftliche Beratung“ Ausgabe April 2020 (mehr Infos unter www.nwb.de/go/nwb-bb ) – unter diesem Link. Dort finden Sie auch eine Checkliste für eine strukturierte Gesprächsführung am Telefon einschließlich Tipps für deren Nutzung in der Beratung.

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