Rezession was tun?!

Corona was tun!? Ukraine-Krieg was tun!?


Ihr unternehmerischer "PLAN B" für eine mögliche Rezession

Wie wird / soll Ihre weitere Unternehmens-Entwicklung aussehen?


"Natürlich gut!" Aber: Die wirtschaftliche Entwicklung ist derzeit von vielen Unwägbarkeiten gekennzeichnet! Auch wenn die zuletzt recht gute wirtschaftliche Entwicklung uns vielleicht manches Mal den Blick auf eben doch vorhandene mögliche Risiken verstellt hat:
- Aktuell: Wie wird sich Corona weiterhin auswirken mit Blick auf den Herbst 2022 und 2023? Was wird der Krieg Russlands gegen die Ukraine noch an Folgerungen bringen?
- Wie wird sich der Rückzug aus der Tiefzinspolitik der Notenbanken auswirken auf die Konjunktur und vor allem die weitere Finanzierungskraft / Risikobereitschaft von Banken und Sparkassen?
- Was bedeuten die Preissteigerungen und Materialengpässe und der Fachkräftemangel für Ihr Unternehmen?
- Wie wird sich der Handels- / Zölle- / Protektionismus-Streit und damit die Globalisierung entwickeln? Was passiert auch vor diesem Hintergrund weiter in China?
- Was bedeuten die weiteren Kriegs- und Krisenherde um uns herum mittelfristig?
- Wann platzt die nächste Vermögensblase - und welche wird es sein? Oder auch ganz einfach: Wann kommt die nächste Konjunkturdelle (damit ist nicht Corona gemeint)? Und sie wird kommen - die Fragezeichen dazu lauten "wann?", "wie tief?" und "wie lang anhaltend?".

Und welche möglichen Auswirkungen könnten Veränderungen auf die Real-Wirtschaft, Ihre Branche und Ihr Unternehmen haben?!

Corona und Krieg gegen die Ukraine: Direkt handeln

Corona begleitet uns mittlerweile seit mehr als zwei Jahren. Jetzt kommt der Krieg gegen die Ukraine hinzu. Viele der nachfolgenden Themen und Fragen haben Sie bereits direkt in unternehmerische Aktivitäten umgesetzt und tun dies je nach negativer Betroffenheit auch weiterhin. Für Corona finden Sie dazu auf www.corona-krise.cd-sander.de die Links zu den Förderprogrammen (es stehen noch die Endabrechnungen aus) und weitere Hinweise zur Unternehmensführung "in diesen Zeiten".

Unabhängig von Ihrer direkten Betroffenheit durch diese Krisen: Unternehmen sollten einen "Plan B" für die nächste Rezession im Chef-Schreibtisch liegen haben. Und diesen auch regelmäßig auf Basis der eigenen Krisenerfahrungen aktualisieren.

Wie sieht Ihr "PLAN B" für eine mögliche Rezession aus?

Auch die Erfahrungen aus der Finanzkrise 2008 / 2009 sollten noch nicht ganz verblasst sein?! Wer sich noch daran erinnert, für den wird es einfacher sein, einen "PLAN B" zu erstellen. Das Ziel: wenn der Konjunkturrückgang oder gar -einbruch kommt, bereits konkrete Ideen für das eigene Agieren "in der Schublade" zu haben. Und nicht dann erst anfangen zu überlegen.

Wie detailliert diese Ideen im Sinne von konkreten Aktivitäten ausformuliert sind, mag unterschiedlich sein. Wichtig ist: Mental und gedanklich vorbereitet sein und direkt handeln können. Denken Sie dabei in Szenarien - überlegen Sie also verschiedene mögliche Entwicklungen; mehr dazu finden Sie einschließlich eines Rechenbeispiels in einem Beitrag im Creditreform-Magazin-Blog.

Die folgenden Themen für Ihren "PLAN B" sind sicher nicht vollständig, sprechen aber wichtige Handlungsfelder an:

"PLAN B" für die Sicherung Ihrer Liquidität und Finanzierung

- Welche finanziellen Reserven sind aktuell vorhanden, um reduzierte Eingänge aus Umsatzrückgängen aufzufangen? Guthaben / nicht ausgeschöpfte Kreditlinien?!
- In welchem Umfang könnten Sie Liquidität durch interne Maßnahmen freisetzen (Noch nicht geschriebene Rechnungen, Zahlungsziele reduzieren, Abbau von Forderungen z.B. durch konsequentes Mahnwesen, Bestände derRoh-, Hilfs-, Betriebsstoffe, Waren, Halbfertige und Fertige reduzieren)?
- Wie ist Ihre aktuelle "Rating-Lage"? Also: wie schätzen Ihre Kreditgeber Ihre Bonität ein? Ist Ihr Unternehmen ein interessantes Kreditrisiko - oder doch besser zu meiden? Wenn Sie Ihre Ratingnote/n nicht kennen, sollten Sie Ihre Bank/en danach fragen. Und natürlich auch nach dem Ergebnis der Kapitaldienstfähigkeitsberechnung und dem Blankoanteil Ihres Kreditengagements. Mehr dazu unter www.bankgespraeche.de.
- Welche Kreditverhältnisse laufen in den nächsten Monaten ohnehin aus und sollten ggf. bereits jetzt gesichert werden?
- Wie sieht Ihre Finanzierer-Landschaft aus? Könnte es sinnvoll sein, diese bereits jetzt zu verbreitern? Vor allem: Arbeiten Sie mit zwei etwa gleich starken kreditgebenden Hausbanken zusammen?
- Wenn der Ertrag zurückgeht, beantragen Sie Reduzierung der Steuervorauszahlungen.
- Verhandeln Sie mit Finanzierern, Vermietern etc. Reduzierung oder Aussetzung der monatlichen Zahlungen.
- Mit welchem Jahresabschluss 2021 werden Sie 2022 bei Kreditwünschen antreten? Gestalten Sie Ihren Jahresabschluss ganz bewusst und erstellen Sie ihn zügig. Und denken Sie jetzt bereits daran: Im Herbst 2022 die Gestaltung Ihres Jahresabschluss 2022 angehen und die nötigen Entscheidungen treffen! Weitere Hinweise dazu unter www.jahresabschluss-check.de und www.bwa-check.de.
- Impulse für das Steuern der Tagesliquidität finden Sie auch in diesem Beitrag.
- Für die Sicherung der dauerhaften Unternehmensfinanzierung gibt dieser Beitrag Hinweise.
- Und komplett finden Sie das Thema in meinem Buch: www.kreditverhandlungen.de.

"PLAN B" für Ihre Kosten

- Welche Sachkosten-Reduzierungsmöglichkeiten hätten Sie? Variable Kosten, also die Sachkosten, die direkt mit der Auslastung schwanken. Vor allem aber bei den Fix-Kosten, die also immer da sind - auch bei einer Null-Auslastung! Welche Verträge könnten Sie neu verhandeln, welche Tarife? Gibt es Kosten / Ausgaben, die Sie eigentlich gar nicht mehr benötigen?

- Welche Aktionsmöglichkeiten stehen Ihnen im Bereich der Personalkosten zur Verfügung: Überstunden abbauen, Zeitarbeitspersonal reduzieren, befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängern, Kurzarbeit einführen, Arbeitszeiten reduzieren, (Jahres-) Arbeitszeitkonten nutzen, Sonderzahlungen streichen, Löhne und Gehälter (vorübergehend) reduzieren, Entlassungen (wen?), . . .

Ganz wichtig: Maßnahmen im Personalbereich immer mit Ihrem Fachanwalt für Arbeitsrecht vorbesprechen - auch bereits die Maßnahmen, die in Ihrem "Plan B" stehen. Weitere Hinweise speziell zum Umgang mit Ihrer Mannschaft finden Sie in diesem Beitrag.

"PLAN B" für Ihren Markt

- Wann (mit welcher evtl. zeitlichen Verzögerung auf Basis der Stellung Ihres Unternehmens in der Wertschöpfungskette) wird ein Konjunktur-Rückgang sich bei Ihnen in sinkender Nachfrage nach Angeboten und dann in weiteren Schritten bei Auftragseingang, Verkauf / Umsatz bemerkbar machen?
- Dahinter steht die Frage: Wie sieht Ihre "Kundenkette" aus? Wer sind die Endkunden, die zuerst mit Kaufzurückhaltung reagieren - und wann kommt das über Ihre wichtigsten Einzelkunden, Ihre wichtigsten Kundengruppen bei Ihnen an? Besonders wenn Sie am Ende einer Kundenkette (Wertschöpfungskette) stehen und es also einige Zeit braucht, bis sich ein Konjunkturrückgang bei Ihnen bemerkbar macht, heißt es besonders aufmerksam und sensibel die Entwicklungen auf den Vorstufen zu beobachten.
- Wie viel Reaktionszeit würde Ihnen im Falle des Falles verbleiben?
- Welche Geschäftspotenziale ergeben sich, die Rückgänge an anderer Stelle ggf. zumindest z.T. kompensieren könnten?
- Wo liegen dafür die interessanten (ertragsstarken) Produkt - Kunden(gruppen) - Kombinationen? Wofür gibt es jetzt speziell (doch) Nachfrage?
- Wie könnten Sie diese im Markt angehen?
- Ergänzende Hinweise finden Sie auch hier.

"PLAN B" für Ihre Lieferanten-Beziehungen

- Wer sind Ihre Hauptlieferanten und wie stark sind Sie von diesen abhängig?
- Wie gut können Sie Lieferanten speziell für strategisch wichtige Materialien / Vorprodukte ersetzen?
- Wie haben Sie sich durch Preisklauseln vor unerwarteten Preissteigerungen abgesichert (langlaufende Preisvereinbarungen, Preisgleitklauseln, sonstige Absicherungen)?
- Wie verfolgen Sie die Bonität Ihrer (Haupt-) Lieferanten?
- Wie schnell reagieren Sie auf Verzögerungen, Schlechtlieferungen etc.?

"PLAN B" für Ihre Ziele und Planungen

- Welche Ziele haben Sie sich für 2022 gesetzt und wie sieht die Umsetzung aus? Und welche Zielehaben Sie darüber hinaus im Blick?
- Wie sehen die daraus ggf. abgeleiteten Planzahlen aus?
- Wie könnten weitere "Szenarien" für Ihr Unternehmen aussehen? Z.B. bei einem Umsatzrückgang von 10%, 20%, . . . ?
- Wie sieht Ihr "Worst-Case-Szenario" aus - Ihr denkbar schlechtester Fall?
- Rechnen Sie Szenarien mit weiterem Umsatzausfall (-rückgang) partiell oder auch komplett, falls doch noch ein weiteren Lockdown kommen sollte. Und dann mit langsamen Wiederaufbau der Umsatzzahlen
- Spielen Sie Szenarien mit ihren Auswirkungen gedanklich durch - und am besten direkt in Zahlen (Ertragsplanung, Liquiditätsplanung). Ein Rechenbeispiel dazu finden Sie in einem Beitrag im Creditreform-Magazin-Blog.

"PLAN B" für Ihre Aktivitäten

Wenn Sie diese Themen betrachtet oder durchgearbeitet haben, werden Sie eine Reihe von Aktivitäten gesammelt haben, die für Ihr Unternehmen auch jetzt direkt sinnvoll sind. Das gilt natürlich besonders, wenn die kritische Situation bereits sehr nahe oder bereits eingetreten ist. Darüber hinaus werden Sie ohnehin zukunftsorientierte Aktivitäten auf Ihrer unternehmerischen Agenda stehen haben - zum Beispiel auch zu den Themenfeldern Digitale Transformation und Nachhaltigkeit.

Wie diese vielen Aktivitäten jetzt übereinander bringen? Setzen Sie klare Prioritäten. Dabei helfen verschiedene Methoden:

- Punkten: Listen Sie die Aktivitäten auf. Vergeben Sie Bewertungspunkte (Anzahl maximal die Hälfte der Anzahl der Aktivitäten) und vergeben Sie die Punkte. Wenn Sie dazu auch Mitarbeitende mit einbeziehen - umso besser.
- Wichtigkeit/Dringlichkeit: Unterscheiden Sie danach, welche Aktivitäten für Ihr Unternehmen besonders wichtig sind (strategischer Aspekt) und besonders dringlich (operativer Aspekt). Starten Sie mit den Aktivitäten, die in beiden Kriterien eine hohe Bewertung erhalten.
- MOSES: Diese Methode unterscheidet nach operativer Dringlichkeit, Schnelligkeit in der Umsetzung und Effizienz.

Wenn Sie zu diesen Methoden mehr wissen möchten, sprechen Sie mich gerne an. In diesem Beitrag finden Sie zudem weitere Hinweise zu Aktivitäten und Chefaufgaben.

"PLAN B" - damit Sie ruhig schlafen können!

Wenn dieser Handlungskatalog dann in der Schublade bleiben kann - die Arbeit also "umsonst" war: Dann ist das das Beste was Ihnen und uns allen passieren kann. Sollte "die Situation" aber eintreten - so werden Sie gut vorbereitet sein. Und außerdem: Die Arbeit an Ihrem Plan B gibt Ihnen auch viele Impulse für Ihr "normales" Geschäft. Dazu finden Sie weitere Hinweise in diesem Beitrag.

Weitere Unterstützung im Internet

- www.kmu-checks.de: Kurz-Checks zu vielen Themenbereichen, u.a. "Bilanz-Check" (wie sehen Ihre Kreditgeber Ihre Zahlen?), "Rating-Check" (wie wird das Rating Ihrer Banken für Ihr Unternehmen aussehen?) und "Startcheck 2022". Und nicht zu vergessen: "BWA-Check" (zeigen Ihre Monatszahlen Ihnen - und Ihren Kreditgebern - wirklich, wo Ihr Unternehmen steht? Und was werden Ihre Aktivitäten sein, um Ihre Ziele zu erreichen!?).

- www.methoden-fuer-kmu.de: Impulse zu vielen unternehmerischen Themenbereichen, jeweils zwei, drei Seiten als pdf pro Thema. (Begonnen habe ich diese Serie Ende 2008 / Anfang 2009 - die letzte Krise lässt grüßen).

- www.strategiebaum.de: Fragen für eine Stärken-Schwächen-Analyse orientiert an den Ratingsystemen der deutschen Kreditinstitute.

- Mein monatlicher Newsletter: Immer mit einem Thema der kaufmännischen Unternehmensführung.

Wie Sie diese Themen mit einem Sparringspartner bearbeiten können

Vielleicht möchten Sie diese Themen auch einfach mal mit einem "unbefangenen Externen" diskutieren!? Gerne komme ich für zwei, vier oder . . . Stunden als Ihr "Sparringspartner" zu Ihnen in Ihr Unternehmen zu einem solchen Gedankenaustausch. Das Ergebnis wird eine Pinnwand sein, auf der "Ihre Themen" übersichtlich strukturiert erarbeitet sind. Sowie die daraus abgeleiteten Handlungs-Prioritäten bis hin zu einem Aktivitätenplan. Sprechen Sie mich dazu gerne an: 02131-660413. Oder nutzen Sie den Mail-Kontakt.

 

Mit dennoch bzw. gerade deswegen optimistischen Grüßen