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Banken verschärfen Kreditbedingungen: Sind Sie vorbereitet?

Archiv: www.methoden-fuer-kmu.de

 

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Umfragen zeigen: Banken werden deutlich vorsichtiger in der Kreditvergabe

Die Deutsche Bundesbank berichtet in ihrem vierteljährlich erscheinenden „Bank Lending Survey“ für das vierte Quartal 2020 von zunehmend engeren Kreditbedingungen der Kreditinstitute.

Der Bundesverband Die KMU-Berater hat dazu im Januar diesen Jahres Kreditentscheider bei Banken und Sparkassen direkt befragt: Werden sich ihre Kreditbedingungen in Folge der Corona-Krise verändern und wenn ja, in welcher Richtung und an welchen Punkten? Die Antworten der Kreditverantwortlichen lauten durch die Bank: Ja – und zwar deutlich! Und das betrifft nicht nur die Unternehmen, die durch die Corona-Krise negativ belastet sind – sondern alle Unternehmen. .

 

Wesentliche Erkenntnisse aus der Umfrage der KMU-Berater

 

Die Antworten der Kreditentscheider aus Banken und Sparkassen zeigen u.a. die folgenden Stellschrauben, an denen Kreditgeber drehen werden, um ihre Risiken in der Kreditvergabe zu begrenzen:

•  Keine zusätzlichen Kredite
•  Reduzierung bestehender Kreditlinien
•  Zusätzliche Besicherungen für bereits bestehende Kredite
•  Höhere Zinsen und Gebühren
•  Erweiterte Anforderungen an das Reporting durch die Kunden
•  Jahresabschluss 2020 als Grundlage für eine Kreditentscheidung
•  Qualifizierte und aussagefähige BWA regelmäßig
•  Ziele und Planzahlen und deren Realisierung
•  Einschätzung der Managementfähigkeiten und des Umsetzungswillens hinsichtlich notwendiger Maßnahmen
•  . . .

Konsequenz: Unternehmen müssen sich noch besser auf Kreditgespräche vorbereiten

Einen guten Einstieg finden Unternehmen mit der „Checkliste Unternehmensfinanzierung“ der KMU-Berater: Wer die zehn Aussagen für das eigene Unternehmen selbstkritisch beantwortet, findet sofort Ansatzpunkte für Verbesserungen – oder auch die Bestätigung für eine gute Ausgangslage.

Zur Vorbereitung gehört vor allem, dass Unternehmen ihre Verhandlungsmachtposition realistisch einschätzen können – und zwar die vor Corona (also auf Basis der Zahlen 2019) und deren vermutlich Veränderung durch die Zahlen 2020 und geplant 2021. Die drei entscheidenden Parameter dafür sind:

•  Ratingnote kennen und ihre Bedeutung für die weitere Kreditvergabebereitschaft der Bank einschätzen können (siehe Ratingnotenvergleich der KMU-Berater).
•  Kapitaldienstfähigkeitsberechnung der Bank kennen und selber vor dem Kreditgespräch durchführen. •  Blankoanteil der eigenen Kredite kennen (ungesicherter Anteil an allen Krediten mit Sicherheiten-Bewertung der Bank).

Zweitens ist wichtig, dass Unternehmen nicht nur den gerade aktuellen Finanzierungsbedarf im Blick haben. Unternehmen sollten diesen für die kommenden zwölf bis 24 Monate abschätzen und auf dieser Basis in Kreditgespräche gehen.

Drittens sollten Unternehmen eine klare Finanzierungsstrategie haben und ihren Finanzierungs-Mix gezielt gestalten - drei Punkte sind besonders wichtig:

•  Zwei möglichst etwa gleich stark engagierte kreditgebende Hausbanken. Die Abhängigkeit von nur einer Hausbank sollte unbedingt vermieden werden.
•  Weitere Finanzierungsbausteine prüfen und passend einbinden von z.B. Leasing über Factoring, Eigenkapital bis zur Nutzung von Finanzierungsplattformen im Internet.
•  Eine klare Sicherheitenstrategie haben und umsetzen.

Weitere Informationen im Detail

Weitere Informationen finden Unternehmen auf den folgenden Internet-Seiten:

•  www.methoden-fuer-kmu.de im Kapitel 1 „Liquidität und Finanzierung“ und je nach Ausgangslage und Handlungsbedarf auch in den weiteren Kapiteln.
•  www.bankgespraeche.de mit einer kurzen Checkliste zum Einstieg und vielen Handlungstipps im Menüpunkt „Aktuelles“ sowie die Themen im „Schnelleinstieg Bankgespräche“
•  www.kreditverhandlungen.de mit meinem Buch zum Thema Bankenkommunikation „Mit Kreditgebern auf Augenhöhe verhandeln“ und Handlungstipps im Menüpunkt Aktuelles. .

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