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Ratingnoten: Der gefährliche Graubereich

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Rating ist wesentliche Grundlage für Kreditentscheidungen

Für jede Kreditentscheidung müssen alle Banken und Sparkassen erst einmal eine "Risikoklassifizierung" des Kreditkunden vornehmen - so verlangt es die Bankaufsichtsbehörde. Dafür nutzen die Kreditinstitute ihre Ratingverfahren.

Das Ergebnis eines Rating ist die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit bezogen auf ein Jahr. Anders ausgedrückt: mit welcher Wahrscheinlichkeit wird der bewertete Kreditkunde in einem Jahr insolvent sein?

Außerdem sind weitere wichtige Grundlagen jeder Kreditentscheidung die Kapitaldienstfähigkeitsberechnung (wird der Kunde Zins und Tilgung jederzeit pünktlich und vollständig bezahlen können?) und der Blankoanteil des Kreditengagements (Summe der Kreditlinien abzüglich der Sicherheiten in der Bewertung der Bank).

Rating bestimmt Ihre Verhandlungsmachtposition

Ihre Verhandlungsmachtposition gegenüber Ihren Kreditgebern wird damit wesentlich von der Ratingnote mitbestimmt, die Ihr Unternehmen erhalten hat. Konsequenz: Wenn Sie Ihre Verhandlungsposition vor einem Kreditgespräch realistisch einschätzen wollen, müssen Sie die Ratingnote kennen (und idealer Weise auch die Kapitaldienstfähigkeitsberechnung und den Blankoanteil).

Längst nicht alle Institute informieren über das Ergebnis der Bewertung im Rating. Dann bleibt Ihnen nur, beharrlich danach zu fragen! Sie sollten sich auch nicht abspeisen lassen. Denn schließlich haben Sie die Informationen über Ihr Unternehmen geliefert, auf deren Basis Ihre Bank das Rating gemacht hat.

Rating bestimmt über die weitere Kreditvergabebereitschaft Ihrer Bank/en

Die Ausfallwahrscheinlichkeiten ordnen die Banken und Sparkassen in ihren Ratinverfahren jetzt einer Anzahl von Ratingklassen zu. Diese Ratingklassen drücken sie dann in Ratingnoten aus - die Sparkassen zum Beispeil von "1" bis "18".

In dieser Notenskala gibt es dann gute, befriedigende und schlecht Noten. Und in der Mitte gibt es den "Graubereich". Das sind die Ratingnoten, wo die Bank sehr gut überlegt, ob sie noch Kredit geben sollte. Wo dieser Graubereich liegt, das legt jede Bank nach ihrer eigenen Kreditrisikostrategie fest.

Darüber aber geben Kreditinstitute noch weniger gerne Auskunft als über die Ratingnote an sich. Aber: Für Unternehmen mit Ratingnoten im Graubereich ist die weitere Finanzierung latent oder sogar schon akut gefährdet. Und Ihre Verhandlungsmacht ist dann auch nicht mehr besonders hoch.

Rating und der Graubereich - Die Vergleichsübersicht der KMU-Berater

Damit Sie als Unternehmerin und Unternehmer einschätzen können, wo die Ratingnote Ihres Unternehmens liegt - womöglich im Graubereich? - gibt es ab sofort eine Vergleichsübersicht des Verbandes "Die KMU-Berater - Bundesverband freier Berater e. V.".

Diese Übersicht verteilt die Notenskalen der Banken und Sparkassen auf sieben Stufen und beschreibt zu jeder Stufe

• die Bedeutung für die weitere Kreditvergabebereitschaft der Bank
• erste Tipps für Handlungsoptionen zur Verbesserung Ihrer Situation

Basis der Stufeneinteilung sind die langjährigen Praxiserfahrungen aus Beratungen und Bankgesprächs-Begleitungen der Mitglieder der "Fachgruppe Finanzierung-Rating" der KMU-Berater.

Ihre Ratingnote einschätzen

Die Vergleichsübersicht können Sie hier kostenlos herunterladen und zur Bestimmung Ihrer Verhandlungsposition und ggf. als Ausgangspunkt für eine Verbesserung derselben nutzen: www.ratingnoten.kmu-berater.de.

Fragen zur Umsetzung in Ihrem Unternehmen

Sie möchten sich zur Umsetzung dieses "Aktuellen Themas" austauschen, haben Fragen dazu - dann rufen Sie mich einfach an ( 02131-660413 ) oder nutzen Sie den E-Mail-Kontakt. Ich freue mich auf einen ersten unverbindlichen Austausch mit Ihnen.

Ihre Anregungen

Ich freue mich über Anregungen zu weiteren Themen oder Akzenten, die Ihnen wichtig sind und die auch anderen Unternehmen Impulse geben können. Sprechen Sie mich gerne an: 02131-660413 oder per E-Mail.

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