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Mitarbeiterführung und Zuhören

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Mitarbeiterführung ist Ansage!?

Natürlich gibt es Situationen in der Führung von Mitarbeitenden, in denen eine "Ansage" auch mal passt. Aber das alleine wird nicht reichen, um dauerhaft motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen zu haben und zu halten.

Mitarbeiterführung heißt Zuhören - und das fängt bei uns selber an

Wenn wir eine motivierte Mannschaft im Unternehmen haben wollen, heißt das vor allem: Ernst nehmen! Und das wiederum bedeutet: Zuhören. Die Grundvoraussetzung dafür müssen wir bei uns selber als Chefin und Chef legen: Zuhören wollen. Und Zuhören können. Denn oft fällt uns das Zuhören nicht leicht. Vielleicht weil wir gedanklich schneller sind als viele Mitarbeitende. Oder schon eine Lösung im Kopf haben für die zu besprechende Frage - aber vielleicht ist die Idee auf Mitarbeiterseite ja sogar geeigneter? Oder weil . . .

Also müssen wir uns erst einmal selber auf den Prüfstand stellen.

Gesprächssituationen und Zuhören

Überlegen Sie einfach einmal, wie Sie sich meistens (typischer Weise?) in den folgenden Gesprächssituationen verhalten - und wo Sie Ihr Zuhörverhalten vielleicht verbessern könnten. Ergänzen Sie die Fragen und Anregungen zu den einzelnen Gesprächssituationen um Ihre eigenen Erfahrungen, Eindrücke, Gedanken, Impulse:

• Gespräche zwischen Tür und Angel: Da geht es naturgemäß schnell zu. Aber vielleicht helfen einige Sekunden mehr Innehalten und Zuhören?
• Einzelgespräche mit Mitarbeitenden: Wie gut bereiten Sie diese vor - das hilft auch beim Zuhören? Wie sind die Gesprächsanteile - kommen Ihre Mitarbeitenden genug zu Wort?
• Teamgespräche: Wie gut sind diese für alle Teilnehmenden vorbereitet? Kommen wirklich alle zu Wort? Wie läuft die Kommunikation ab - geordnet, weil Sie Spielregeln vereinbart haben oder doch mehr oder weniger "unstrukturiert"? Welche Ergebnisse werden erreicht und umgesetzt?
• E-Mail-Austausch: Wie schnell antworten Sie? Wäre manches Mal eine längere Gedankenpause vielleicht sinnvoll (drüber schlafen)?
• . . .

Und einige Fragen zu allen Gesprächssituationen:

• Wie bewusst beschäftigen Sie sich mit den beiden Dimensionen "Sachebene" und "Beziehungsebene" - in der Vorbereitung, im Austausch und in der Nachbereitung? Kann es sein, dass wir zu oft nur oder überwiegend auf der Sachebene unterwegs sind?
• Wie schnell befinden Sie - oder auch Mitarbeitende - sich im Rechtfertigungs-Modus? Und der ist keine produktive Gesprächsform.
• Wie schnell sind Sie mit einer Gegenidee bei der Hand? Und geben Ihrem Gegenüber vielleicht nicht ausreichend Zeit, die eigene Überlegungen zu Ende zu führen?

Selbstbild und Fremdbild

Wenn Sie den vorigen Abschnitt für sich überdacht haben, dann haben Sie Ihr eigenes Bild von Ihrem Zuhör-Verhalten gezeichnet. Es könnte aber sein, dass Ihre Gesprächspartner/innen Sie aus der jeweils eigenen Perspektive (ganz) anders erleben. Daher ist es oft hilfreich, sich mit vertrauten Menschen dazu auszutauschen und offen zu fragen: Wie erlebst Du / erleben Sie mich in Gesprächssituationen speziell beim Zuhören? Und natürlich bei den Antworten wirklich gut Zuhören - auch wenn es vielleicht manchmal nicht leicht fällt - weil das Fremdbild durchaus anders ausfällt als unser Selbstbild.

Weitere Schritte

Wie wollen Sie mit dem Thema weiter umgehen? Überlegen Sie in Ruhe und selbstkritisch:

• Welche positiven Erfahrungen möchte ich fortsetzen und noch mehr ausbauen?
• In welchen Situationen möchte ich was konkret anders machen als bisher?
• Auf welche Aspekte möchte ich in allen Situationen mehr achten?

Wichtig: Nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor. Was Sie sich hierzu auf Ihre Agenda geschrieben haben, sind Verhaltensänderungen. Und das ist mit das Schwerste, was wir uns vornehmen können. Daher lieber mit einem Thema anfangen. Begleiten Sie sich dabei selbstkritisch. Vielleicht holen Sie nochmals ein Fremdbild ein nach einiger Zeit. Beobachten Sie auch eventuelle Reaktionen aus Ihrem Umfeld. Und dann, wenn Sie mit sich zufrieden sind mit dem ersten Thema, nehmen Sie sich das zweite vor die Brust.

Nebenbei: Der "rote Punkt" hilft beim Umsetzen. Was ist damit gemeint? Oft müssen wir uns selber daran erinnern, das wir an diesem Thema dran bleiben wollen. Dabei hilft der rote Klebepunkt, den Sie so platzieren, dass Sie in der zu verändernden Situation automatisch auf diesen blicken - und so an Ihren Vorsatz zum besseren Zuhören erinnert werden. Übrigens auch spannend: Wenn Sie jemand nach dem Sinn dieses roten Punktes fragt, und Sie das offen erläutern - Sie werden positive Reaktionen erhalten.

Fragen zur Umsetzung in Ihrem Unternehmen

Sie möchten sich zur Umsetzung dieses "Aktuellen Themas" austauschen, haben Fragen dazu - dann rufen Sie mich einfach an ( 02131-660413 ) oder nutzen Sie den E-Mail-Kontakt. Ich freue mich auf einen ersten unverbindlichen Austausch mit Ihnen.

Ihre Anregungen

Ich freue mich über Anregungen zu weiteren Themen oder Akzenten, die Ihnen wichtig sind und die auch anderen Unternehmen Impulse geben können. Sprechen Sie mich gerne an: 02131-660413 oder per E-Mail.

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