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Kreditsicherheiten - 3 Grundsätze für Ihr strategisches Handeln

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Kreditsicherheiten - lästig aber kaum vermeidbar

Natürlich würden Unternehmer/innen am liebsten ihre Bankkredite ohne Sicherheiten bekommen. Dies ist jedoch nur in Ausnahmefällen realistisch: bei sehr guter Bonität und geringen Kredithöhen. Wenn die Vereinbarung von Kreditsicherheiten aber nun mal ein Thema ist, dann ist es wichtig, eine Kreditsicherheiten-Strategie zur formulierern und auf deren Basis fundiert mit den Kreditgebern zu verhandeln. Beachten Sie dabei die drei Sicherheiten-Grundsätze!

Grundsatz 1: Über Sicherheiten muss man sprechen

Und zwar über die folgenden Themenbereiche:

•  Fragen Sie Ihre Bank nach den Bewertungsmaßstäben und der konkreten Bewertung jeder einzelnen von Ihnen zur Verfügung gestellten Sicherheit. Lassen Sie sich jährlich eine aktualisierte Aufstellung der Sicherheiten und ihrer Bewertung durch die Bank geben.

•  Vereinbaren Sie klar und eindeutig, welche Sicherheiten für welche Kredite haften. Dies führt zwar zu viel Papier aber es stiftet „Rechtsfrieden“ – weil für alle Beteiligten Klarheit besteht. Konkret: In jedem Sicherheitenvertrag bzw. jeder Sicherungszweckerklärung (Grundschulden) ist das Kreditkonto / sind die Kreditkonten mit ihrer/n Kontonummer/n benannt, für die diese Sicherheit haften soll. Umgekehrt wird in jedem Kreditvertrag jede Sicherheit einzeln aufgeführt. Konsequenz: Wenn Sie den einzelnen Kredit zurückgeführt haben, erlischt die Sicherheit automatisch. Wenn Sie das nicht so vereinbaren, erlischt die Sicherheit erst mit Rückgabe des Vertrages durch die Bank.

• 
Nehmen Sie keine Übersicherung hin. Diese Forderung ist allerdings nicht einfach umzusetzen – kommt es doch wieder auf die Bewertung der Bank an. Diese Frage können Sie also nur klären, wenn Sie mit der Bank vorher über die Bewertung gesprochen haben – siehe oben. Generell geht man davon aus, dass eine Übersicherung vorliegt, wenn die Summe der Sicherheitenwerte den Kredit um mehr als 30 Prozent übersteigt.

Grundsatz 2: Je besser Ihre Zahlen, desto weniger Sicherheiten müssen Sie stellen

Mit „Zahlen“ sind alle Themen gemeint, die im Rating der Kreditinstitute bewertet werden (Kennzahlen aus Ihrem Jahresabschluss, Beantwortung des sog. Qualitativen Fragenkatalogs, Warnsignale aus der Kontoführung) sowie das Ergebnis der Kapitaldienstfähigkeitsberechnung und die abschließende Würdigung der Beurteilung der im Unternehmen verantwortlich handelnden Persönlichkeit/en. Womit letztlich Ihre Verhandlungsmacht-Position angesprochen ist, mit der Sie in Kredit- und Sicherheitengespräche gehen.

Grundsatz 3: Sicherheiten können „atmen“

Einmal geschlossene Sicherheitenverträge müssen nicht für die Ewigkeit gemacht sein. Wenn Ihre wirtschaftliche Situation sich verschlechtert, wird die Bank im Zweifel auf Sie zukommen und u.a. zusätzliche Sicherheiten verlangen (dieses Recht haben Sie ihr mit Anerkennung der AGB der Bank ausdrücklich eingeräumt).

Anders herum funktioniert das natürlich auch: Wenn Ihre wirtschaftliche Situation sich verbessert, suchen Sie das Gespräch über die Freigabe von Sicherheiten. Das wird für Sie natürlich einfacher, wenn Sie bei Formulierung der Verträge (siehe Grundsatz 1) auf den klaren Bezug zu einzelnen Konten geachtet haben.

Aktuell dazu:
Viele Studien zeigen, dass kleine und mittlere Unternehmen derzeit in der Finanzierung relativ gut dastehen. Das wird sich aber mit dem weiteren Ertragsdruck bei den Banken negativ verändern. Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, einmal wieder über Finanzierungs- und Sicherheiten-Strategie nachzudenken und anstehende Themen jetzt mit den Kreditgebern zu besprechen.

Wenn Sie das Thema vertiefen möchten

In meinem Buch „Mit Kreditgebern auf Augenhöhe verhandeln“ finden Sie in Kapitel 8 alle Details rund um das Thema Sicherheiten.

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