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Haben Sie ein Zombie-Unternehmen?

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Zombie-Unternehmen?

Den Begriff "Zombie-Unternehmen" habe ich zum ersten Mal in einem Beitrag im Handelsblatt vom 14. Mai 2018 zum Thema Globale Verschuldung und ihre möglichen Folgen gelesen unter der Überschrift "Kalter Entzug". Dabei ging es vor allem um die wachsende Verschuldung vieler Unternehmen in den USA und China als möglicher Auslöser der nächsten Finanzkrise.

Aber es geht auch um Ihr Unternehmen. Denn die Definition eines "Zombie-Unternehmens" lautet wie folgt und Sie können dies schnell für Ihr Unternehmen überprüfen:

Zombie-Unternehmen = Der Zinsaufwand ist zwei Jahre in Folge höher als der operative Gewinn.

Und nochmals das Handelsblatt: An den globalen Aktienmärkten sei jedes 50. Unternehmen ein Zombie - und der Anteil sei dreimal so hoch wie 1996.

Die Berechnung für Ihr Unternehmen

Nehmen Sie den Jahresabschluss 2016 und 2017 (sollte 2017 noch nicht erstellt sein, nehmen Sie die Dezember-BWA) und vergleichen Sie in der Gewinn- und Verlust-Rechnung die beiden Größen

•  Zinsaufwand
•  Jahresüberschuss

Nun ist der Begriff "operativer Gewinn" eher unscharf - und wird oftmals auch mit den Größen EBIT oder EBITDA beschrieben - also Gewinn vor Zinsen und Steuern bzw. vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Für kleine und mittlere Unternehmen halte ich aber unverändert den Jahresüberschuss für die wichtigste Größe - also "Gewinn nach allem".

Banken erwarten mehr Risiko-Kredite

Und bei uns im deutschen Mittelstand - Gefahr im Verzug oder eher doch nicht?

Dazu gibt es eine interessante aktuelle Befragung der Zeitschrift FINANCE aus dem F.A.Z.-Fachverlag: Diese befragt zusammen mit einer Unternehmensberatung alle sechs Monate die Restrukturierungsexperten der Kreditinstitute nach ihren Erwartungen. Originaltext: "Die Umfrage beleuchtet die aktuelle Marktsituation in der Finanzierung von Krisenfällen".

Die Überschrift zum 12. Restrukturierungsbarometer vom Frühjahr 2018 lautet "Trendwende bei Untenehmenskrisen?"

Kurz zusammengefasst:

•  Die Banken erwarten für die kommenden sechs Monate eher mehr neue Krisenfälle als in der Vergangenheit
•  Die vorhandenen Altfälle haben sich eher negativer entwickelt (weniger Rückführungen in die normale Betreuung, mehr Insolvenzen)
•  Die Bereitschaft der Institute, Krisenfälle weiter zu finanzieren, ist rückläufig
•  Weiteres Risikopotenzial für die betreuten Krisenfälle sehen die Institute vor allem in der Digitalisierung und in den internationalen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Welthandel

Zurück zu Ihrem Unternehmen

Wie sieht die Kennzahl "Zinsaufwand / Jahresüberschuss" aus? Wenn diese über "1" liegt und das noch in zwei Jahren in Folge, dann hätten Sie ein "Zombie-Unternehmen". Aber auch nur knapp unter "1" ist sicherlich nicht wirklich gut in dieser Definition.

Also wäre vielleicht eine kritische Bestandsaufnahme hilfreich:

•  Was die Finanzierungsseite (Zinsaufwand) dieser Bestandsaufnahme angeht, finden Sie weitere Hinweise in einem Beitrag in der Wissensdatenbank der KMU-Berater.
•  Was die Ertragsstärke (Jahresüberschuss) Ihres Unternehmens angeht, stellt sich die Frage nach Ihrer Marktstrategie und nach den internen Optimierungspotenzialen.

Fragen zur Umsetzung in Ihrem Unternehmen

Sie möchten sich zur Umsetzung dieses "Aktuellen Themas" austauschen, haben Fragen dazu - dann rufen Sie mich einfach an ( 02131-660413 ) oder nutzen Sie den E-Mail-Kontakt. Ich freue mich auf einen ersten unverbindlichen Austausch mit Ihnen.

Ihre Anregungen

Ich freue mich über Anregungen zu weiteren Themen oder Akzenten, die Ihnen wichtig sind und die auch anderen Unternehmen Impulse geben können. Sprechen Sie mich gerne an: 02131-660413 oder per E-Mail.

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