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für Handwerker, Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) und Mittelständler

Ihre aussagefähige BWA 2017

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Die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) - und ihre "Unschärfe"

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer schauen auf ihre BWA, um den Standort des Unternehmens im Laufe des Jahres zu bestimmen. Die zentrale Größe steht dabei in der letzten Zeile - nämlich, welchen Ertrag das Unternehmen im Monat X bzw. in den bisher aufgelaufenen Monaten erwirtschaftet hat. Allerdings steht dort nicht "Gewinn" sondern "vorläufiges Ergebnis". Und über dieses "vorläufig" sollte man nicht hinweglesen. Denn diese Bezeichnung der hier ausgedruckten Zahlen hat es in sich.

Die Dimension der "Unschärfe"

Ob und in welchem Ausmaß das "vorläufige Ergebnis" vom "realen" abweicht hängt vom Geschäftsmodell des Unternehmens einerseits und von der Qualität der Buchführung andererseits ab. Ein einfacher Test sieht so aus: Vergleichen Sie die Abweichung zwischen dem "vorläufigen Ergebnis" in Ihrer BWA Dezember 2015 (die Sie im Januar erhalten haben) mit dem Jahresüberschuss 2015 im Jahresabschluss. Je größer diese Differenz ist, desto deutlicher sollten Sie Ihre BWA nachbessern.

Die Korrektur der "Unschärfe"

Damit das "vorläufige Ergebnis" möglichst nahe am wirklich erwirtschafteten Ergebnis liegt, sollten Unternehmen mindestens die folgenden Themen prüfen und ggf. entsprechende Ergänzungen / Korrekturen monatlich in der Buchführung vornehmen:

•  Einbuchen der Beständsveränderungen bei den unfertigen und fertigen Arbeiten
•  Einbuchen der Bestandsveränderung im Warenlager (oder Näherungswert)
•  Einbuchen der monatlichen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen
•  Abgrenzungsbuchungen für Aufwendungen im Personal- und Sachbereich, die nur unregelmäßig anfallen (nicht monatlich)
•  Monatlich Buchung der Auflösung und Bildung von Rückstellungen (nicht erst bei der Jahresabschluss-Erstellung)
•  Monatlich Buchung der vorhandenen Abgrenzungsposten (nicht erst bei der Jahresabschluss-Erstellung)
•  . . .

Die Idee dahinter: Ziele und BWA

Die BWA ist ein Instrument, um das Unternehmen zu steuern. Basis dafür sind die Ziele, die Sie sich für das kommende Jahr gesetzt haben. Mit der BWA können Sie jeden Monat prüfen, wo Sie in der Zielerreichung stehen. Klassiker dabei ist das Gewinnziel. Nehmen wir als Beispiel ein Einzelunternehmen, das sich für 2017 zum Ziel gesetzt hat, einen Jahresüberschuss von Euro 120.000 zu erwirtschaften - für Entnahmen, Steuern und etwas Rücklagenbildung im Unternehmen. Wenn dieses Unternehmen keine deutlichen Saisonverläufe hat, müsste die BWA jeden Monat ein Ergebnis um Euro 10.000 zeigen - dann wäre das Unternehmen "im Plan". Bei deutlichen Abweichungen nach unten wäre klar, dass "Gas geben" angesagt ist, um die entstandene Ziellücke im weiteren Verlauf zu schließen.

Binden Sie Ihre Buchhaltung ein

Die hier dargestellte Denkweise ist keine buchhalterische sondern eine mehr betriebswirtschaftlich-steuernde. Daher könnte es sein, dass Ihr Steuerberater oder auch Ihre Buchhaltungsmitarbeiter nicht sofort überzeugt sind, das so umzusetzen. Wenn für Sie als Unternehmerin und Unternehmer diese Vorgehensweise aber zielführend ist, dann werden Sie die anderen Beteiligten überzeugen (müssen).

Fragen zur Umsetzung in Ihrem Unternehmen

Sie möchten sich zur Umsetzung dieses "Aktuellen Themas" austauschen, haben Fragen dazu - dann rufen Sie mich einfach an ( 02131-660413 ) oder nutzen Sie den E-Mail-Kontakt. Ich freue mich auf einen ersten unverbindlichen Austausch mit Ihnen.

Ihre Anregungen

Ich freue mich über Anregungen zu weiteren Themen oder Akzenten, die Ihnen wichtig sind und die auch anderen Unternehmen Impulse geben können. Sprechen Sie mich gerne an: 02131-660413 oder per E-Mail.

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